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  MARSHALL MCLUHAN://
THERE ARE VERY MANY REASONS WHY MOST PEOPLE PREFER TO LIVE IN THE AGE JUST BEHIND THEM. IT‘S SAFER. TO LIVE RIGHT ON THE SHOOTINGLINE, RIGHT ON THE FRONTIER OF CHANGE AND SO ON - IT‘S TERRIFYING.
PRODUCTION DETAILS
ARTISTS
GENRE:
PLAY TIME:
FORMAT:
RELEASE DATE:

IN COOPERATION WITH:

DOCUMENTARY
212 MIN
NARRATIVE DATABASE / PAL 4/3
03/2005

HFF KONRAD WOLF FILM AND TELEVISION ACADAMY BABELSBERG/ EUROPEAN MEDIA STUDIES POTSDAM / UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES POTSDAM

CONCEPTION AND PRODUCTION



REVIEWS
SEBASTIAN PURFÜRST AND
CHRISTIAN MAHLER


DR. WOLF SIEGERT
http://www.iris-media.com/

PROF. KLAUS DUFKE
http://interface.fh-potsdam.de
ABSTRACT >>> Jede qualitative Weiterentwicklung der Medien-Technologien ermöglicht eine objektivere Sichtweise auf die Abbildungsqualität abgelöster Techniken. Das perfektionierte Signal-Rausch-Verhältnis im Digitalen, die Qualität digitaler Bilder und Sounds sensibilisiert uns im besonderen Maße auf Störungen und Imperfektionen. Das rauschfreie digitale Signal wird zum Maßstab für alle analogen Medienformate. Die Radikalität der digitalen Perfektion erlöst die analogen Medien vom Zwang der perfekten Abbildung. Unsere Wahrnehmung hat es uns durch Filterung ermöglicht, das analoge Signal weitestgehend von seinem Medium und den damit verbundenen Störungen zu trennen. Störungen können als gestalterisches Zitat in eine Arbeit integriert werden. Unsere medientrainierte Wahrnehmung identifiziert die Störungen nicht länger als einen ungünstigen Signal-Rausch-Abstand, sondern als kulturellen Code. Der neue gewonnene Abstand durch die digitalen Medien erlaubt es uns nun, das analoge Signal und dessen Trägermedium in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Uns kann die Reichhaltigkeit, der hohe Abstraktionsgrad, die kulturelle Kodierung von Störungen im Signal erst jetzt im direkten Vergleich bewusst werden. Wird hier vielleicht ein letzter Schritt eines Prozesses vollzogen, den bereits Walter Benjamin mit dem Verlust der Aura eines Kunstwerkes beschrieben hat? Wenn die Imperfektion analoger Medien bereits selbst einen kulturellen Code beschreibt, lässt sich dann McLuhans Proklamation „The medium is the message“ auf dieses Phänomen übertragen?


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